Am 25. Februar 2017 ist es so weit. Im Audimax in Hamburg wird der Hamburger Singewettstreit zum 40. Mal ausgetragen. Die teilnehmenden Gruppen, bestehend aus bündischen, Pfadfinder- und ähnlichen Gruppen, treten in verschiedenen Kategorien gegeneinander an, um sich mit ihren Sangeskünsten zu messen. Aber nicht nur angemeldete Gruppen können diesen spannenden Tag genießen, sondern auch Zuschauern sind herzlich willkommen.

Wir haben für euch einige Fragen an dara und pyro aus dem Vorbereitungskreis des Hamburger Singewettstreit e.V. gestellt, damit ihr einen kleinen Einblick in den HaSiWe 2017 bekommt.

Hallo dara und pyro. 40 Jahre Hamburger Singewettstreit, das hört sich nach einer Menge Tradition an. Erzählt uns, wie ist der Hamburger Singewettstreit (HaSiWe) entstanden?

pyro: Der Hamburger Singewettstreit ist vor über 40 Jahren entstanden. Der erste Singewettstreit fand 1955 statt, also vor 62 Jahren. Aber nicht jedes Jahr fand er statt. Daher feiern wir nun unser 40. Jubiläum.

Der Hamburger Singewettstreit will ein Spiegel der bündischen Singkultur über Bundes- und Landesgrenzen hinaus sein. Daher wollte man bereits 1955 einen Treffpunkt für die unterschiedlichsten bündischen Gruppen, Wandervögel, Jungen-/Mädelschaften, Pfadfinder und viele mehr schaffen. Es sollte eine Bühne der Herausforderung, des Glücks und der Originalität geben für die Singekultur zwischen Volkslied, Shanty und Fahrtenlied. Ziel war und ist die Förderung des bündischen Singens durch hoffentlich neue Impulse.

Wenn ich als Zuschauer am HaSiWe teilnehmen möchte, wie genau kann ich mir dann den Ablauf vorstellen?

dara: Vormittags findet der Vorentscheid statt, in dem alle Gruppen ihr Können erstmals vor einer Jury beweisen und erste Bühnenerfahrung sammeln müssen.

Nachmittags geht man auf den Markt. Dort bekommt man Pfadfinderausrüstung oder auch Anregungen für die nächsten Fahrten, z. B. auf einem Segelschiff.  Es kommen immer mehr Pfadfinder aus ganz Deutschland an und man sieht viele unterschiedliche Halstücher.

Um 17:30 Uhr beginnt der Wettstreit mit einem gemeinsamen Lied. Fast 1.700 Kehlen singen gemeinsam. Anschließend singen erst die Sippen und Stämme und nach einer Pause noch die traditionellen Singegruppen sowie die offene Kategorie, in der Neues ausprobiert werden darf.  Während die Jury sich zurückzieht, wird das Spendenprojekt vorgestellt und die Sonderkategorie präsentiert ihre Lieder. Zum Schluss kommen alle Gruppen auf die Bühne und die Jury verkündet feierlich die Sieger, die ihren Titel nochmals präsentieren. Zum Abschluss stehen alle zusammen und singen gemeinsam „Nehmt Abschied Brüder“.

Damit ist der Abend aber noch nicht zu Ende, sondern es wird auf der Nachfeier noch bis in die frühen Morgenstunden gesungen, Freunde getroffen und getanzt.

Vormittags steigt die Vorfreude, nachmittags spürt man die Ruhe vor dem Sturm und abends fiebert man mit und die Vorfreude ist in Nervenkitzel übergegangen. Und danach wird bei der Nachfeier alles rausgelassen, was sich vorher angesammelt hat.

pyro: Das ist der offizielle Ablauf. Ich glaube aber, dass gerade alles, was nicht auf dem Ablaufplan steht, den Hamburger Singewettstreit ausmacht. Vielleicht kann man den Ablaufplan eher umschreiben mit: vormittags steigt die Vorfreude, nachmittags spürt man die Ruhe vor dem Sturm und abends fiebert man mit und die Vorfreude ist in Nervenkitzel übergegangen. Und danach wird bei der Nachfeier alles rausgelassen, was sich vorher angesammelt hat.

Das hört sich toll an. Ihr habt bereits erzählt, dass es unterschiedliche Kategorien gibt. Verratet uns, welche Kategorien gibt es?

dara: Es gibt fünf Kategorien: Zuerst singen die Sippen und Horten, dies sind Kleingruppen, die sich wöchentlich treffen und gemeinsam auf Fahrt gehen. Die Gruppen bestehen aus Kindern und Jugendlichen, da maximal zwei Personen älter als 17 Jahre sein dürfen. Es dürfen außerdem nur Instrumente verwendet werden, die man mit auf Fahrt nehmen kann.

Anschließend singen die Stämme. Die Gruppen bestehen aus mindestens 15 Personen, da mehrere Sippen einen Stamm bilden. Das Alter ist hier sehr gemischt. Die traditionellen Singekreise zeichnen sich dadurch aus, dass es keine Altersbegrenzung gibt und Mitglieder verschiedener Gruppen zusammen singen. Hier steht das chorische Singen im Vordergrund. In der Offenen Kategorie wird besonderer Wert auf Kreativität und etwas Außergewöhnliches, Neues gelegt. Abschließend gibt es noch eine Sonderkategorie, bei der ein Lied in kurzer Zeit neu interpretiert werden muss.

Was erwartet die Gruppen und Zuschauer noch auf dem Hamburger Singewettstreit?

dara: Präsentiert wird ein bunter Strauß bündischer Kultur. Neue und alte Lieder, vor allem aber Spaß an der Musik und dem Musizieren. Ein Ohrwurm ist immer garantiert. Man bekommt ganz viel Inspiration durch das gemeinsame Singen, Treffen vieler anderer Pfadfinder aus vielen unterschiedlichen Gruppen und den Markt.

Der Singewettstreit lebt aber besonders von den Singegruppen. Wir freuen uns daher über jede Anmeldung, besonders von neuen Gruppen!

pyro:  Ich glaube, dass den Hamburger Singewettstreit gerade all das ausmacht, was nicht auf dem Ablaufplan steht. Daher ist es auch schwer zu sagen, was man erwarten kann. Klar, das Singen steht im Fokus. Aber viel mehr noch ist die Gemeinschaft wichtig. Denn auf keiner anderen regelmäßigen stattfindenden Veranstaltung in Norddeutschland kommen so viele bündische Gruppen zusammen. Hier kannst du neue Freunde kennenlernen und alte Freundschaften pflegen. Die Stimmung ist etwas ganz besonderes, das man so nicht häufig erlebt. Der Hamburger Singewettstreit will begeistern, die Leute zusammenbringen. Nicht verbindet uns mehr als die Musik.

Ich bin mir sicher, ihr habt jetzt bei vielen Lesern das Interesse geweckt. Wo kann ich als Zuschauer noch eine Karten für den HaSiWe bekommen?

dara: Es ist bereits ein Großteil der Karten verkauft. Restkarten kann man auf unserer Homepage oder an der Abendkasse erwerben.

pyro: Schnell sein lohnt sich! Wir sind so gut wie ausverkauft. Und nicht die Karte für die Nachfeier vergessen.

Vielen Dank an dara und pyro, dass ihr euch die Zeit genommen habt, uns diese Fragen zu beantworten.

 

Save the date – 25.02.2017 – Wenn auch ihr auf dem HaSiWe dabei sein wollt, schaut schnell auf der Homepage des Hamburger Singewettstreit e.V. vorbei und holt euch noch eine der letzten Karten.

Wir wünschen euch viel Spaß und natürlich einen unvergesslichen Tag.

Mehr zum Hamburger Singewettstreit findest du unter www.hamburger-singewettstreit.de, auf Facebook unter www.facebook.de/HHerSingewettstreit und bei Instagram @hamburgersingewettstreit

 

Kurzportrait – Hamburger Singewettstreit e.V.

Am 25.02.2017 findet im Hamburger Audimax zum 40. Mal der Hamburger Singewettstreit statt.

Der Hamburger Singewettstreit ist eine der traditionsreichesten Veranstaltung, auf der sich Pfadfinder, Wandervögel und weitere bündische Gruppen aus ganz Deutschland in der Sangeskunst messen.  Man kann es quasi einen Singer Slam der Pfadfinder nennen.

Die Gruppen treten in vier verschiedenen Kategorien an.  Zuerst kleine Jugendgruppen, bei denen max. zwei SängerInnen älter als 17 Jahre alt sein dürfen. Anschließend singen in den nächsten Kategorien große Gruppen, bei denen die Altersstruktur gemischt ist. Während in den ersten Kategorien nur Instrumente erlaubt sind, die man beim Wandern mitnehmen kann (Gitarre, Geige, Flöten sowie kleine Perkussionsinstrumente),  ist diese Regelung in den späteren Kategorien hinfällig, so dass man dort auch ein Akkordeon oder Kontrabass auf der Bühne sehen kann.


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Titelbild – © Janusz Beck