Wie alles begann…

Wenn du Pfadfinder werden möchtest, solltest du auch die Geschichte der Pfadfinder kennen. Viel unterscheidet sich nicht von damals zu heute. Es sind dieselben Ideen, die hinter der Pfadfindergemeinschaft stecken. Im Folgenden wird dir ganz genau erklärt, wer eigentlich als Erfinder und Gründer gilt, seit wann es die Pfadfinderei gibt und wie sie sich über mehr als ein Jahrhundert entwickelt hat.

Vielleicht hast du den Namen Robert Baden-Powell schon mal gehört. Falls nicht, wird er dir als Pfadfinder von nun an öfter begegnen. Denn Robert Baden-Powell war ein sehr bekannter General aus Großbritannien im zweiten Buerenkrieg. 1899 veröffentlichte er für die Armee von Großbritannien das Buch „Aids to Scouting“, was so viel bedeutet wie „Anleitung zum Kundschaften“. Nach seiner Rückkehr aus dem Krieg musste er aber schnell feststellen, dass das Buch nicht nur auf großes Interesse in der Armee gestoßen ist, sondern auch die breite Bevölkerung sein Buch gelesen und das Kundschaften für sich entdeckt hat.

Der Grundstein der Pfadfinderei wurde gelegt

Genau dieses große Interesse, hat den Grundstein der Pfadfinderei gelegt. Robert Baden-Powell hatte nämlich jetzt eine Idee. Eine Idee für ein neue Methode der Jugenderziehung. 1907 organisierte er das erste Pfadfinderlager auf der englischen Insel Brownsea Island. Alle teilnehmenden Jungs trugen damals einheitliche Uniformen, damit die soziale Herkunft keine Rolle spielt. Aus den Erlebnissen des Lagers überarbeitete er zu teilen sein Buch „Aids to Scouting“. Die neue Version des Buches erschien ein Jahr später unter dem Namen „Scouting for boys“. Damit war die sogenannte „Pfadfindermethode“ geboren und Robert Baden-Powell gilt seitdem als Vater der Pfadfinderbewegung

Die Pfadfinderbewegung entwickelte sich rasant weiter

Schon ein Jahr später, nämlich 1909, gab es das erste Pfadfindertreffen mit 11.000 Teilnehmern in London. In dem gleichen Tempo verbreitete sich die Bewegung von nun an auf der ganzen Welt. Wie du vielleicht bemerkt hast, war es anfangs nur Jungen erlaubt Pfadfinder zu werden. Doch bereits 1910 gab es unter Aufsicht von Robert Baden-Powells Schwester die „Girl Guides„. Nach einigen Jahren entwickelten sich auch die Unterteilung in Gruppen nach Altersklassen.

In Laufe der Zeit haben sich natürlich viele Punkte weiterentwickelt und es wurden unzählige neue Verbände und Stämme auf der ganzen Welt gegründet. Aber Millionen von Pfadfindern verbindet eine Idee: Den Grundgedanken von Robert Baden-Powell. Diesen wirst du nämlich in allen Verbänden oder Stämmen auf dieser Welt wieder finden.

Und wer weiß, vielleicht bist du ja auch bald Teil dieser großen Geschichte.


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Titelbild – © sasun Bughdaryan – fotolia.com